Startseite
    BIO Studium
    Queen Ellie, Tagebuch einer Ameise
    The little vampire
    Das Experiment
    Tagebuch
    Aufgaben
    Bücher
  Über...
  Archiv
  Hard Rock Cafes
  Tests
  Feelings & more
  Schwul sein
  Killa Kitty
  USA
  Gästebuch
  Kontakt

Links
  Tauschticket- (Bücher,CDs/Filme/Spiele)
  Tauschticket


Webnews



http://myblog.de/badwarlock

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Water

Wasser läuft über meine nackte Haut. Ich spüre es meine Schultern hinunterlaufen. Wasser, dass die Sorgen, die Ängste, die in der Nacht kamen mit sich reißt und davonspült. Davon, in die Dunkelheit, aus der sie kamen. Wasser läuft über mein Gesicht. Vermischt sich mit den getrockneten Tränen der Nacht. Wäscht sie fort. Sie fließen an mir hinunter, und verschwinden in der Dunkelheit. Folgen den Ängsten, den Sorgen. Warten darauf, erneut aufsteigen zu können, zurückzukriechen, aus der Dunkelheit und mich erneut zu befallen. Doch eines sollten sie sich gewiss sein, das Wasser wird erneut kommen, sie fortzuspülen, und in die Dunkleheit zu verbannen.

Die Mythen, Vampire könnten keine fließende Gewässer überqueeren oder hätten eine Abneigung gegenüber Knoblauch waren alle falsch. Auch das Kreuz kann mir nichts anhaben. Alles nur Erfindungen des Aberglaubens um den Menschen die Angst vor den Kreaturen der Nacht zu nehmen, Kreaturen, die sich nahmen, was sie brauchten und was sie wollten. Kreaturen wie mich. 

Das Wasser, das mich zu Beginn noch zu reinigen schien, wurde zunehmend rot. Ein tiefes Rot, das über meine Lippen fließt. Blut! Die Sehnsucht nach dem Lebenselexier wird immer stärker, droht mich fast zu verzehren, als ich eines Nachts  an der Lösung meiner Probleme vorbeistolper. Geschwächt vom Hunger schlendere ich durch ein Industriegebiet. Der Geruch von Blut steigt mir in der Nase. Die Arbeiter, in einer der Fabriken denke ich mir, doch dann roch ich einen sehr feinen Unterschied. Dieses Blut roch anders als das der Menschen, die mich umgaben, es roch ... versalzen. So als hätte man das Salz in die Suppe fallen lassen. Mir ist klar, dass ein normaler Sterblicher diesen Unterschied nicht erriechen konnte, er würde es erst bemerken, wenn es zu spät wäre, wenn er die Suppe in seinem Mund hatte. Doch ich vermochte diesen Unterschied vorher wahrzunehmen. Und so roch dieser neue Duft. Nach versalzenem Blut. Als ich meinen Blick hebe, fällt mir ein Schild in den Fokus meines Blickes. "Fleischerei Bauer" ...

 

Wieder wandle ich einsam durch die Staßen der Stadt. Durch die dunklen, abgelgenen Gassen, die ich mir als lebender nicht einmal in meinen dunkelsten Träumen vorstellen wollte. Die kühle Nachtluft umgibt mich und reinigt die Stadt von der Hitze des Tages. Als Vampir ist es mir nicht vergönnt, all die Vorzüge der Sterblichen zu teilen. Ich werde nie wieder einen Sonnenaufgang erleben. Etwas, das ich früher für romantischen Schwachsinn hielt, doch jetzt, wo mir die Möglichkeit geraubt wurde, sehne ich mich um so mehr nach diesem Schwachsinn.
17.4.09 16:51
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung