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The beginning

Dunkelheit umgibt mich. Die Nacht war so schnell über mich hereingebrochen, dass ich es nicht bis nach Hause geschafft hatte. Eine Abkürzung führt mich über einen kleinen Friedhof. Hier scheint die Nacht nur noch dunkler und kälter zu sein, als sie eh schon war. Es ist Herbst und das Laub raschelt unter meinen Schritten. Eine Eule durchbricht die Stille mit ihrem Ruf. Ein Flattern über meinem Kopf. Das einzige Licht kommt von den Grablichtern die im Wind  flackern, doch auch sie vermögen nichts gegen die tiefe Schwärze der Nacht auszurichten. Ich beschleunige meine Schritte, das Laub fliegt mir um die Füße, bis hoch an meine Beine. Ein Knacken in einem Baum ganz in meiner Nähe, ein Rascheln in einem Strauch. Gewöhnliche Geräusche auf einem Friedhof in der Nacht, oder nicht? Ich beschleunige meine Schritte wieder, aus dem Gehen wird ein Laufen. Knack, ein weiterer Ast bricht unter der Last von etwas unbekanntem, oder war es mein Fuß, der ihn zerbrochen hatte? Man scheint mich durch die Dunkelheit zu beobachten. Ich spüre die Blicke auf mir lasten, mich durchdringen. Meine Augen wandern nervös von der einen Seite des Weges zur anderen, auf der Suche nach etwas Grauenhaftem, doch in der Hoffnung auf etwas Harmloses. Ein Windhauch und die Grabkerze neben mir erlischt. Ich halte inne in meiner Bewegung, bleibe wie angewurzelt stehen und blicke auf den Grabstein. Schweiß perlt mir über die Stirn, die Haare in meinem Nacken stellen sich auf, meine Kleidung klebt an meinem Körper. Ein Blitz und alle Zweifel wurden zunichte gemacht. Die Schrift auf dem Stein war deutlich zu erkennen. Mein Name. Auf diesem Grabstein steht mein Name. Ich stolpere einen Schritt zurück, die Augen auf die Schrift gerichtet, die jetzt wieder im Dunklen liegt, die der Blitz doch in mein Hirn gebrannt hatte. Ein weiterer Schritt zurück und ich pralle mit etwas zusammen. Einem Baum? Nein, dieses Etwas schlingt sich um mich, es hält mich fest, gefangen mit einem Festen Griff. Es war ein Mensch! Der eine Arm lag fest um meine Hüfte. Ich will schreien doch die Hand des anderen Armes hält mir den Mund zu, und hindert mich am Atmen. Sie reißt meinen Kopf zur Seite und alles was ich noch spüre, bevor die Schwärze einer Ohnmacht die der Nacht um mich herum ablöst, ist ein Stechender Schmerz an meinem Hals und ein Gefühl der Kälte, welches meinen Körper durchfließt.

Dies war meine Geburtsstunde! The birth of the little vampire.
16.6.09 13:28
 


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